Rechtsanwältin Judith Hartmann

Judith Hartmann ist Rechtsanwältin in der Kanzlei Menschen und Rechte. Sie kennt sich sehr gut mit Sozialrecht aus. Deswegen darf sie sich "Fachanwältin für Sozialrecht" nennen. Judith Hartmann hilft besonders oft Menschen, die nicht hören können. Sie setzt sich auch für Menschen ein, die nur sehr schlecht hören können. Sie weiß sehr gut über die Probleme von Menschen bescheid, die nicht oder nur sehr schlecht hören. Judith Hartmann hört selbst nicht. Sie kann die Deutsche Gebärdensprache (DGS) fließend. Sie kann aber auch sprechen. Wenn Menschen schlecht hören und keine Deutsche Gebärdensprache können, spricht Judith Hartmann und macht Gebärden mit den Händen, damit man die Worte besser versteht.
Judith Hartmann löst aber auch die Probleme von Menschen mit Behinderungen, die im Rollstuhl sitzen oder die lernbehindert sind. Sie weißt auch gut über Pflegerecht bescheid. Außerdem hilft sie gehörlosen Menschen, die im Maßregelvollzug sitzen.
Nach der Schule war Judith Hartmann als Vermessungstechnikerin tätig. Später hat sie dann ihr Abitur nachgeholt. Dann hat sie Recht studiert.
Während Judith Hartmann studiert hat, hat sie auch viele andere Sachen gemacht. Sie hat sich für behinderte Studierende eingesetzt. Außerdem war sie in der Leitung der "Interessengemeinschaft der Deaf StudentInnen" aktiv. Das sind gehörlose Studierende, die wollen, dass es keine Barrieren mehr für gehörlose Studierende gibt.
Anmerkungen
Deutsche Gebärdensprache: Menschen, die nicht hören können, haben eine eigene Sprache. Sie verständigen sich in Gebärdensprache. Gebärdensprache wird mit den Händen gesprochen. Aber auch das Gesicht und die Arme sind sehr wichtig. In Gebärdensprache zu sprechen nennt man gebärden. Gebärdensprache können auch Menschen lernen, die hören können. In Deutschland gebärdet man Deutsche Gebärdensprache. In England gibt es Englische Gebärdensprache.
Vermessungstechnikerin: Bei diesem Beruf lernt man, ein Gelände zu vermessen. Beim Vermessen schaut man, wo Straßen sind und wo Gebäude stehen. Aus dem, was eine Vermessungstechnikerin vermisst, kann man eine Landkarte machen.