Pflege 2009 - hat jemand gute Vorsätze?

30.12.2008 | AutorIn:  Dr. Oliver Tolmein | Behindertenrecht

In der Post der Kanzlei liegt eine Todesanzeige. Der 46jährige, schwerstpflegebedürftige Mandant ist kurz vor Weihnachten gestorben. Drei Tage zuvor hatten wir noch Termin vor dem Sozialgericht.

Seine Klage richtete sich gegen das Sozialamt, das ihm die seit langem begehrte Aufstockung der Pflege von 12 auf 16 Stunden am Tag nicht bewilligen wollte.

Der Mandant konnte kein Glas hoch heben und nicht einmal die Fernbedienung selbstständig bedienen. 12 Stunden alleine, bewegungslos im Bett liegen fand das Sozialamt nicht unangemessen.

Sonst, so hieß es, müsse er halt ins Heim gehen. "Gekämpft - Gehofft - Erlöst" hat die Familie die Todesanzeige überschrieben. Erlöst - wovon? Auf jeden Fall wohl von seinem individuellen Pflegenotstand.

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